Behörde in Hamburg S 1...

Behördenwillkür

 

 

 

Diese Schmiererei hatten wir am 30. Juni 2002 an unserer Hauswand.

Unmittelbar nach Entdeckung der Schmiererei, hatte ich am frühen Morgen bei der Polizei eine Anzeige unter dem AZ: 043/1K/446048/2002 erstattet und Strafantrag gegen Unbekannt gestellt.

Sauberes Hamburg ist eine ganz neue Aktion gegen die Graffiti-Schmierereien.

Diesbezüglich ist eine Richtlinie vom 18. Juni 2002 herausgegeben worden. Jetzt liegt sie mir vor.

Am nächsten Morgen ließ ich mich vom Fachhandel beraten, kaufte Lösungsmittel und eine teure farblose Schutzfarbe gegen weitere Graffiti-Schmierereien. Dann machte mich so schnell wie möglich an die Arbeit und wischte stundenlang, um mich nicht mehr ärgern zu müssen. Zum Schluß lasierte ich die Hauswand, um weiteren Schmierereien vorzubeugen.

Die Graffiti-Richtlinie war noch so neu, daß meinerseits viele Telefonate erforderlich waren, um endlich die zuständige Stelle ausfindig zu machen. Dann sind mir die Antragsunterlagen zugeschickt worden, die ich umgehend ausgefüllt und wieder an die betreffende Stelle geschickt hatte, denn bei Eigenleistung sollte ein Pauschalbetrag von 150 Euro ausgezahlt werden.

Ich habe alles vorschriftsmäßig getan und mich, weil derartige Schmierereien Aufregungen in mir erzeugen und meinem Asthma nicht dienlich sind, an der Aktion "Sauberes Hamburg - Kampf gegen Graffitischmierereien" beteiligt und bekomme 2 Wochen nach Anzeigenerstattung eine Ablehnung. Fein säuberlich ist der Text von der Sachbearbeiterin Jutta Bend mit einem gelben Textmarker versehen worden.

Eine Förderung von Beseitigungs- und Präventivmaßnahmen ist ausgeschlossen, wenn bereits vor Antragstellung mit den Maßnahmen begonnen worden ist.
Der Antrag auf Förderung muß vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.

Nur nicht aufregen Opa Herbert, denke immer an Dein Asthma, damit Dir derart dämliche Vorschriften-Auslegung nicht die Luft rauben sonst liegst Du wieder flach.

Die sofortige Anzeige incl. Strafantrag bei der Polizei zählte für die selbstherrliche Sachbearbeiterin, Jutta Bend, nicht. Die aufnehmenden Beamten hatten die näheren Einzelheiten der neuen Vorschrift auch noch nicht gekannte, denn alles war ja noch ganz neu.

Mit dieser Anzeige erwartete ich behördliche Hilfe und keine spitzfindigen Ablehnungsgründe einer Sachbearbeiterin. Ich stelle aber fest: Behörde ist in Hamburg nicht gleich Behörde.

Ich bekam keine Entschädigung und der Hamburger Amtsschimmel wiehert weiter.

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