Deutsche Einheit 6

Herbert Jerrentrup sen. Hamburg

 

Ost + West = Deutsche Einheit ~~~ mach mit

 

Der reichste Fürst und Politiker heute

 

50 Jahre ist es her, als ich u. a. ein bemerkenswertes Gedicht in der Schule gelernt hatte.

Warum Lehrer, habt ihr so herrliches Gedankengut nicht an unsere Politiker weitergegeben???

Oder seid Ihr Politiker in Eurer Eitelkeit noch dümmer, als ich es mir vorstellen kann und habt in dieser Eitelkeit alles vergessen und seid nur machtbessene habgierige Mitläufer > da oben < geworden?

Seid Ihr wirklich so feige geworden, und traut Euch die Begegnung mit Euren friedlichen Wählern nicht mehr zu?

Es ist wirklich einfach, von Euren Personenschützern umringt oder hinter Panzerglasscheiben, mit prall gefüllten Konten und der Aussicht, kostenlos einen "Betriebsausflug" nach Paris zu machen, in die Kameras zu lachen. Der dumme kleine Wähler bezahlt das schon.

Wann kommt der Tag, dass Ihr wieder eine Mauer in Berlin, diesmal aus Angst vor friedlichen Bürgern, bauen lasst?

Beendet endlich die Grenze zwischen Oben und Unten. Macht einen großen Schritt zurück oder kommt ein paar Stufen herunter.

Werdet wieder menschlicher und lasst uns gemeinsam die von Euch aufgebaute Last tragen.

Politiker und Medien erwähnen die wahre Geburtsstunde der Deutschen Einheit leider nicht, und das muß geändert werden.

Ruft Euch alle noch einmal die Augenblicke ins Gedächtnis zurück, als friedliche Bürger der DDR mit dem Satz."

"Wir sind das Volk, wir bleiben hier."

den Mauerfall erreicht hatten und sich wildfremde Menschen aus Ost und West mit Freudentränen in den Armen gelegen hatten.

Vergesst das Heute nicht und nun lest die Gedanken von Jutinus Kerne:

 

Der reichste Fürst
Jutinus Kerne

Preisend mit viel schönen Reden
ihrer Länder Wert und Zahl,
saßen viele deutsche Fürsten
einst zu Worms im Kaisersaal.

"Herrlich", sprach der Herr von Sachsen,
"ist mein Land und seine Macht,
Silber hegen seine Berge
wohl in manchem tiefen Schacht."

"Seht mein Land in üpp'ger Fülle",
sprach der Kurfürst von dem Rhein.
"Goldne Saaten in den Tälern,
auf den Bergen edler Wein."

"Große Städte reiche Klöster!"
Ludwig, Herr zu Bayern sprach,
"schaffen, dass mein Land dem euren
wohl nicht steht an Schätzen nach."

Eberhard, der mit dem Barte,
Württembergs geliebter Herr,
sprach: "Mein Land hat keine Städte,
trägt nicht Berge silberschwer.

Doch ein Kleinod hält's verborgen,
dass in Wäldern, noch so groß,
ich mein Haupt kann kühnlich legen
jedem Untertan in Schoß."

Und es rief der Herr von Sachsen,
der von Bayern, der vom Rhein:
"Graf im Bart, Ihr seid der Reichste,
Euer Land trägt Edelstein!"

 

Noch einmal lesend, grüßt aus Hamburg Herbert Jerrentrup sen.