stand auf einem Schild an der Hauswand des Kasernenblock 3 in der Polizeischule in Alsterdorf, und dahinter verbirgt sich der im Volksmund bekannte Begriff Kriminalmuseum.

Das Kriminalmuseum war unser Ziel, und so stiegen wir 4 Etagen hinauf, um pünktlich um 10.00 Uhr von dem „Museumsdirektor“, KHK von Bargen, eingelassen zu werden.

Wir wurden in einen Raum geführt und erhielten eine kleine Unterweisung von dem Museumsdirektor persönlich. Müde vom Fußmarsch durften wir während dieser Zeit noch bequem sitzen. Fotografieren war erlaubt, und dann ging es auch schon los.

Meine Mitsenioren staunten von einem Fall zum anderen und der Kollege von Bargen erklärte wunderbar anschaulich.

Die meisten Fälle waren bei uns schon in den Schubfächern der kleinen grauen Gehirnzellen verschwunden. Weil sie wiederholt durch die Presse gegangen waren, und jeder von uns Zeit-Zeitungszeuge gewesen ist, waren wir in viele Fälle quasi „involviert“.

Die spektakulärsten Fälle, die uns anschaulich auf Bildern und mit sichergestellten Tatwerkzeugen waren der Banküberfall am Steindamm, der vierfache Frauenmörder Honka, der Fall Pinzner, der den Staatsanwalt, seine Frau und sich im Polizeihochhaus am Berliner Tor erschossen hatte, Dagobert usw. usw.

Seltsamer Weise ist eine Begebenheit, die gar kein Verbrechen sondern ein Unfall gewesen ist, über viele Jahre im Gedächtnis der Besucher geblieben.

Und wie geht es Dir jetzt?

Nach gut eineinhalb Stunden kam das Abschlußgespräch und die Verabschiedung,

denn wir mussten noch vor dem Mittagessen jeder eine Tasse Kaffee trinken. Wir sind schließlich eine Kaffeetrinker-Runde.

Mit dem Bus 109 fuhren wir dann in die Innenstadt und verließen den Bus am ZOB. Der neu gestaltete ZOB war auch noch nicht jedem bekannt, und so werden wir über kurz oder lang noch einmal nach Hamburg fahren, um St. Georg, mein Revier mit Erläuterungen kennen zu lernen.

Die Räumlichkeiten meiner alten Dienststelle in der Kirchenallee 47, die heute das Restaurant Paulaner beherbergen machten den Anfang. Wir durften an der Stelle, wo einst der Zellentrakt gewesen ist, an einem runden Tisch Platz nehmen und wurden von Frau Hennig aufmerksam

bedient. Sie war sehr interessiert bei ihrer Serviertätigkeit aus der Zeit von damals zu erfahren.

Essen, trinken und klönen dauerte gut 2 Stunden. Mit der S-Bahn ging es zurück nach Bergedorf, um dann um 16.00 Uhr noch Cappuccino usw. zu trinken . Diese Pause dauerte auch wieder über eine Stunde und dann trennten wir uns und gingen einzeln nach Hause.

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