Gesund 28

Autor: Herbert Jerrentrup sen. Hamburg

Körper, Geist und Phänomen

eigene Erfahrungen

 

 

Anna

Therapeutin im AktiWell

 

Am 12. Okt. 2011 hatte ich AktiWell, die Praxis für Krankengymnastik und Massage zum erstenmal aufgesucht. Ich wurde in das Zimmer 2 gebracht, sollte meinen Oberkörper frei machen und auf die Therapeuting warten.

Wenig später betrat die Therapeutin Anna den Raum mit meinen Unterlagen, und wir führten unser Einführungsgespräch. Dann nahm sie mir den gespaltenen Cast für unsere erste Behandlung ab, und ich sah mein ganz dünnes linkes Ärmchen. Jede Berührung tat mir fürchterlich weh und drehen konnte ich meine Hand auch nicht.

Anna hatte sich ein Bild gemacht und fragte mich, als sie den Cast wieder angelegt hatte, wieviel Prozent ich denn wieder hergestellt werden möchte. Spontan nannte ich 100 %. Dann wurde sie nachdenklich und meinte dafür benötigen wir aber sehr viel Zeit. Sie war sich auch nicht sicher, ob wir es tatsächlich schaffen würden.

Ich hatte Anna auch erzählt, dass ich neben den Übungen, die wir gemeinsam mit meinem Radiusköpfchen veranstalten, ich auch meine persönlichen Trimmübungen in abgewandelter Form mache. Da war sie aber platt, so ein betagtes Energiebündel hatte sie noch nicht kennengelernt, aber nach 6 gemeinsamen Therapieeinheiten hatte ich mir ein Fenster in den Cast geschnitten,


damit ich meinen Arm auch alleine herausnehmen konnte, um die von Anna empfohlenen Übungen zu Hause zusätzlich zu machen. Wer rastet der rostet ist meine Meinung, und ich will noch nicht einrosten. Ich wollte wieder fit werden, und Lösungen finde ich immer.

Hatte ich Anna überfordert? Sie fehlte plötzlich und hatte sich krank gemeldet. Dann lernte ich Irina an zwei Tagen kennen. Irina und Anna müssen sich über meine Situation unterhalten haben, denn sie war genau so konsequent wie Anna und mein Radiusköpfchen machte gute Fortschritte. Nur mein Hangelenk wollte nicht so recht. Ich machte meine Drehbewegungen und Finger-Knetübungen mit selbst gebastelter Schaumstoffrolle


mehre Tausend mal, aber es wollte mir nicht gelingen, ohne die Schulter oder den Ellenbogen zu verdrehen, meine Finger auf die Tastatur zu legen, um wie gewohnt wieder fehlerfrei tippen können. Es dauerte und dauerte.

Oh, wie hatte Anna mich gequält. Sie kannte auch alle Stellen wo es mir besonders weh getan hatte.

Anna hatte mir ein Begleitschreiben für den Arzt mitgegeben, damit wegen der Handwurzel noch mehr unternommen werden sollte. Ich bekam noch 6 weitere Therapieeinheiten verschrieben und Anna durfte mich weiter quälen. Wir machten uns gegenseitig Mut.

Da Anna meinen eisernen Willen kennengelernt hatte, meinte sie am 2. Dez. 2011 (unser letzter Therapietag), dass ich nicht ungeduldig werden sollte, es könnte ein ganzes Jahr mit meiner Hand und meinem Handgelenk dauern.

Rückwirkend kann ich Annas Vorhersage bestätigen. Es hatte tatsächlich über 14 Monate gedauert, aber heute bin ich froh, dass ich ohne OP wieder 100 Prozent hergestellt bin.

 

Danke liebe Anna und einen Gruß an Irina


Hüfte schmerzte, Radiusköpfchen gebrochen,
Frakturen an den Handwurzelknochen.
Voller Hoffnung, gar nicht schmerzfrei,
kam ich in das AktiWell Zimmer zwei.

Fachlich helfend war Anna gekommen,
und hat die Heilung mit mir übernommen.
Berührung, Bewegung taten höllisch weh,
alles war gut, wenn ich es rückwärts seh.

Zehn Wochen Willen mit helfender Hand,
allein nun üben, an meiner Sprossenwand.
100 % herstellen, ist mein ehrgeiziges Ziel -
keine Gewalt nur Geduld brauchte ich viel.

Du kleiner Quälgeist, du hast es geschafft,
das dünne Ärmchen, hat wieder viel Kraft.
Mit
„Schnaps“ einreiben - du bist nicht mehr da -
Herbert bedankt sich bei dir, liebe Anna.

Herbert Jerrentrup
2. Dezember 2011


 

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