Gesund 28

Autor: Herbert Jerrentrup sen. Hamburg

Körper, Geist und Phänomen

eigene Erfahrungen

 

 

 

Meine neue Zahnärztin ist Spitze

 

 

Gut 2 Jahre war es her, dass wir unseren Zahnarzt gewechselt hatten. Nun hatte dieser seine Praxis geschlossen, und wir Patienten durften uns an ein neues Gesicht auf dem Zahnarztstuhl gewöhnen.

Nach der ersten Begrüßung beugte sich eine nette junge Frau über mich und begutachtete jeden Zahn. Die Zähne hatten ihr gefallen, aber das „komische wilde Fleisch“ störte sie ebenso wie mich.

Die Zahnärztin ließ sich die Ursache, Kiefer-OP vor 2 Jahren und Bemühung ihres Vorgängers erklären. Mal war das „komische wilde Fleisch“ zwischen Wange und ganz unten am Kiefer so klein wie eine kleine Korinthe und dann wieder wie eine kleine Weintraube. Frau Pfennig meinte, dass sie mich wieder zu den Kieferchirurgen schicken möchte. Weil mir die ganze Behandlungssituation damals nach dem Fahrradunfall nicht gefallen hatte, lehnte ich ab.

Dann schicke ich sie zu einem anderen Kieferchirurgen, denn so kann es nicht bleiben, betonte sie noch einmal. Haben sie denn noch eine dritte Lösung anzubieten, war daraufhin meine Frage.

Dann hatte mir die Zahnärztin Antibiotikum-Tabletten verordnet, die ich unbedingt alle nehmen sollte. Eine Selbstverständlichkeit für mich, denn ich wollte ja auch, dass das „komische wilde Fleisch“ wieder verschwindet.

Mit Einnahme der letzten Tablette hatte sich die Situation bis auf eine ganz kleine Verdickung gebessert. Am nächsten Tag war alles total verschwunden und hat sich nicht wieder gemeldet.

Mein Dank geht an unsere neue Zahnärztin Susanne Pfennig.

 

 


Nachtrag

 

Zahnschmerzen und Wackelzahn - Rückblickende Erlebnisse

 


Meine Frau und ich wollten den Zahnarzt wechseln, um einen kurzen Fußweg zu haben. Am 29. Aug. 2011 war unser Termin für die neue Aufnahme bei Zahnarzt Dr. Ronald Kähler, Sachsentor 69, 21029 Hamburg.

Am 26. Aug. hatte ich mit meinem Fahrrad-Verkehrsunfall erlitten, bei dem ich über den Lenker zu Fall gekommen war. Ich hatte einen Schock erlitten, und am 29. Aug. erhielt ich im Unfallkrankenhaus Boberg einen Gips am linken Arm, wegen zweier Frakturen in der Handwurzel und am Radiusköpfchen. Linker Oberschenkel und Hüftschmerzen sind nach Untersuchung von Dr. Heuer nicht weiter behandelt und festgehalten worden. Diese Schmerzen konnte ich innerhalb von gut 4 Wochen selbst behandeln und beseitigen. Die weitere Behandlung erfolgte über Hanse Chirurgie, und ab dem 19. Okt. 2011 begann die Krankengymnastik bei AktiWell, die mit starken Schmerzen verbunden ist.

Am 14. Nov. hatte ich Zahnschmerzen, am linken vorletzten unteren Backenzahn. Dieser Zahn war im Juli 2009 von Zahnarzt Gremme behandelt und mit einer Krone überzogen worden. Bis zum 26. Aug. war zahntechnisch alles in Ordnung bei mir. Jetzt, da ich diese Schmerzen habe, erinnere ich mich, dass ich am Unfall-Wochenende ähnliche Schmerzen an diesem Zahn gehabt hatte. Die Schmerzen hatten sich wieder beruhigt.

Den Zahnarzttermin am 29. Aug. hatte ich leider nicht wahrnehmen können, weil die Verweildauer im Unfallkrankenhaus über unseren vereinbarten Termin hinausgegangen war. Vor diesem nicht wahrgenommenen Termin hatte ich mich noch gewundert, dass ich beim Zahnarztwechsel plötzlich Zahnschmerzen hatte, denn Zahnschmerzen kannte ich vorher gar nicht.

Wegen der andauernden starken Schmerzen im linken Arm und Oberschenkel nebst Hüfte, war die Zahnschmerzsituation in Vergessenheit geraten.

Meinen Cast hatte ich, vom Arzt verordnet, abnehmen dürfen. In der Nacht vom 5. zum 6. Okt. war ich mit starken Schmerzen aufgewacht. Es waren nicht nur Schmerzen im Arm, nein es waren auch Schmerzen am Zahn. Morgens konnte ich mein Müsli aber wieder mit geringen Schmerzen essen, und damit geriet auch diese Situation in Vergessenheit.

Rückblickend bin ich überzeugt, dass diese drei Zahnschmerzerlebnisse im ursächlichen Zusammenhang mit dem Unfall stehen. Der Zahn saß nicht mehr fest. Zwei Tage konnte ich nicht mehr schmerzfrei zubeißen, deshalb suchte ich den Zahnarzt Dr. Kähler auf. Die Röntgenaufnahme zeigte, dass der Zahn nur gelockert ist. Ich hatte den Zahn wieder in seine alte Position gedrückt . Wegen der beschriebenen Wiederholungsgefahr bekam ich nun für die Nacht eine sogenannte Knirsch-Schiene, damit der Zahn wieder fest anwachsen kann.

Bei genauer Betrachtung der Röntgenaufnahme war dann ein Loch unterhalb der Zahnwurzel. Es könnte nach Meinung des Zahnarztes von dem Unfall stammen oder auch schon länger vorhanden gewesen sein. Ich konnte diesen Gedankengängen in meiner Situation mit den mir auferlegten therapeutischen Maßnahmen zur Genesung und Wiederherstellung meiner Fitness gar nicht richtig folgen.

Es war mir aber vorstellbar, dass ein Loch unter der Zahnwurzel nicht bleiben könne.

Ganz schnell hatte ich einen Termin beim Kieferchirurgen. Vor seinem Eingriff wollte ich gerne seine Meinung erfragen, woraufhin er mich gefragt hatte: „Soll das Loch beseitigt werden oder nicht?“

Derartige Situationen in meiner angespannten Phase passen einfach nicht, und deshalb hatte ich der OP letztlich zugestimmt.

Mein Kiefer war daraufhin stark angeschwollen, und ich wollte deswegen noch einmal einen Termin zur Nachsicht bekommen. Den gab es aber nicht, mit dem Hinweis, dass alles wieder abschwellen wird.

Richtig, die Wange war nach einigen Tagen wieder normal, aber wo Kiefer und Wange sich verbinden, hatte der Kieferchirurg die Wund genäht, und es hatte sich dieses „komische wilde Fleisch“ gebildet.

Dr. Kähler kannte so etwas schon. Zur Linderung spritze er eine Medizin-Tinktur in den Kiefer und wiederholte diesen Vorgang mehrmals wöchentlich.

Weil sich die Situation nicht verbesserte, verzichtete ich schließlich auf das Giftmittel, denn ich hatte keine Schmerzen.

Irgendwann nach zwei Jahren wollte ich einen kleinen Faden mit meinen Vorderzähnen abbeißen.

Das ist mir aber nicht gelungen und nun weiß ich wo der Fehler gelegen hat.

Damals hätte ich nicht das Loch vom Kieferchirurgen ausfüllen lassen sollen. Ein Holzlöffel-Griff zwischen Wackelzahn und Oberkiefer und ein kräftiger Biss von mir hätte das Problem wirklich gelöst.

Leider hatte mein damaliger Zahnarzt nicht die richtige Lösung für meinen überkronten Wackelzahn. Zu seiner Ehrenrettung kann ich aber schreiben, dass wir die Zahnbehandlung bei meiner Helga mit einer 1 benoten.

Jetzt hat Dr. Kähler aus Altersgründen seine Praxis in die Hände von Frau Susanne Pfennig gelegt.

Vielleicht wäre alles mit ihrer Hilfe damals besser gelaufen.

Aber trotzdem geht es mir gut, und das wünsche ich jedem Leser auch auf dem Zahnarztstuhl.

 

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