Große Aufregung in Bergedorf

 

 

Hier mein Leserbrief dazu:

 

 

Die herrliche Moschee ist fertig

 

 

 

Eine öffentliche Besichtigung hatte auch schon stattgefunden.

 

„Die Moschee soll offen für alle sein“

Diese Einladung stand in der Bergedorfer Zeitung

 

Am Freitag, dem 3. Okt. 2008, von 14.00 bis 19.00 Uhr, sind die Bergedorfer zum ersten Tag der offenen Tür der Bergedorfer Moschee eingeladen worden.
Nach einem schmackhaften Mittagessen im Lokal „Am Pool“ standen wir wenig später in der mit Menschen gefüllten Bergedorfer Moschee und betrachteten den Lageplan an einer Wand.
Irgendwie sind wir wohl aufgefallen, denn plötzlich erklärte uns Herr W. den Lageplan. Er bot sich als Führer/ Lotse an und führte uns erklärend durch alle Räume. Während des Gespräches kam heraus, daß Herr W. zum Islam übergetreten war, eine Türkin geheiratet und mit ihr einen 12jährigen Sohn hat.
Meine Frau und ich ließen Herrn W. erzählen und erfuhren den Werdegang, der auch schon in der Bergedorfer Zeitung gestanden hatte.
Dann waren wir oben in dem wunderschönen Raum mit der großen Kuppel und Herr W. war sichtlich erfreut und stolz über diese Moschee, der neuen religiösen Heimat der Bergedorfer Muslime.
Aufgefallen war mir, dass vor dem Gebetsraum der Frauen und der Männer viele Schuhpaare standen. Wer als Besucher seine Schuhe nicht ausziehen wollte, dem wurde der Zutritt für die Besichtigung nicht verwehrt. Dafür ist ein Läufer mit der Rückseite nach oben ausgelegt worden. Kein Besucher wird zu irgendetwas gezwungen, aber ansehen darf er sich alles.
Nun habe ich die Bergedorfer Moschee von innen gesehen, Herr W. hatte sich verabschiedet und anderen Besuchern zugewandt. Ein Behältnis mit einem Schlitz, wie in ev. und kath. Kirchen üblich, habe ich leider nicht entdeckt. Gern hätte ich einen Obulus, wie es bei jeder Kirchenbesichtigung eine Selbstverständlichkeit für mich ist, auch hier eingesteckt.

Den Betreibern der wunderschönen Bergedorfer Moschee zum Tag der offenen Tür und Herrn W. für seine Führung dankt
Ehepaar Herbert Jerrentrup sen.

 

Nachtrag:

Ich bin weder evangelisch noch katholisch und werde weder einen jüdischen noch einen muslimischen Glauben annehmen. Für mich ist der Glaube eine persönliche Sache, und so muß er in Deutschland nicht nach außen getragen und mit irgendwelchen Kleidungsstücken in der Öffentlichkeit gezeigt werden. Dafür gibt es die Kirchen und Moscheen oder andere Gotteshäuser.

Für mich gibt es einen Gott oder auch die unendliche Naturgewalt, die von uns Menschen gar nicht erklär- oder begreifbar ist. Die Glaubensrichtung jedes einzelnen Menschen ist seine persönliche Entscheidung, denn jede Religion hat diesen einen Gott an oberster Stelle, egal welchen Namen er in anderen Sprachen hat...


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