Sterbehilfe

Herbert Jerrentrup sen. Hamburg

Patienten- und Helfererlebnisse

nach der Gesetzesänderung 1. Sept. 2009

 

Einführung

 

Humanes Sterben oder Sterbehilfe war lange Zeit mein Thema, weil es kein Thema für die Politik in Deutschland gewesen war. Zu viele Menschen und Politiker hüllten sich in Schweigen. Über den Tod wurde nicht gesprochen und über das Sterben schon gar nicht. Aber jeder Mensch wird älter oder ganz alt, und dann befindet er sich in der Situation, die uns in jüngeren Jahren alle nicht interessierte.

Professor Hackethal hatte es geschafft, daß ich über dieses Tabu-Thema in Deutschland nachgedacht hatte.

Jede sich für mich bietende Gelegenheit hatte ich aufgegriffen, um an diesem wichtigen Punkt dran zu bleiben, denn ich hatte viele alte sterbende Menschen gesehen, die in verschiedenen Einrichtungen gelegen hatten und teilweise über Jahre von der Umwelt nichts mehr mitbekommen hatten. Sie wurden gefüttert, damit sie noch lange atmen konnten.

Meiner Meinung nach hatte dieser Zustand mit der Würde des Menschen kaum noch etwas zu tun. Einzig und allein waren diese alten, kranken oder gebrechlichen Menschen ein gewinnbringender Kostenfaktor. Die Betreiber solcher Siechenheime (alter Ausdruck) heute sind es Seniorenresidenzen oder Hospitze oder was es noch für wohlklingende Namen gibt, hatten diese Gewinn bringende Geldquelle erkannt, und so ist es heute einfacher möglich, einen Patienten in der Nähe unterzubringen.

Die wirklichen Helfer bekommen nicht, was sie verdienen müßten. Ihre Zeit für den Patienten oder Heimbewohner ist derart beschnitten worden, dass sie die menschlichen Zuwendungen, die sie geben möchten oder müßten, gar nicht leisten können.

Das geschulte Fachpersonal wird entlassen oder nicht eingestellt, weil ja noch preiswerteres Personal wie Schüler und arbeitslose Menschen, die zum Teil freiwillig oder aus anderen Beweggründen verpflichtet werden können.

Nun aber genug mit der Schwarzmalerei, es gibt sie natürlich auch, die Einrichtungen, die wohl vieles besser machen. Hier können und sollen sich die Bewohner wirklich wohl fühlen.

Seit dem 1. Sept. 2009 hat sich die Gesetzeslage grundlegend geändert. Der Wille des Patienten soll bis zu seiner letzten Stunde maßgebend sein.

Der Zufall wollte es, dass ich hautnah Patienten- und Helfererlebnisse miterlebte. Ich kann somit über die Vorsorge für Unfall, Krankheit oder Alter durch Vollmacht, Betreuungs- oder Patientenverfügung im Zusammenhang mit verschiedenen Gerichten und anderen Einrichtungen etwas zum Nachdenken und besser machen schreiben...

Warum ich diese Seiten "schwarz rot gold" eingefaßt habe? Ich denke, dass sie Situationen in ganz Deutschland ähnlich sind.

Ich wünsche Dir, lieber leser, dass Du noch lange Helfererlebnisse haben wirst, bis Du die Patientenerlebnisse selbst Deinem Wunsch entsprechend, schmerzfrei und mit Zufriedenheit erlebst.

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