Presse Seite 4
Liebe Frau Lasar


Ihren Leserbrief habe ich genau gelesen und komme zu dem Ergebnis, dass Sie einiges verdrehen. Ich schrieb meinen Leserbrief, um das Maximum für unsere Kinder zu erreichen, und nicht um wieder ein Hamburger Versuchsmodell als gescheitert erleben zu müssen.

Hamburg soll im Schülervergleich nur unteres Leistungsniveau erreichen, und das macht mir, als von Schülern gewählter "Klassenreisenvater", Sorge.

Es geht doch gar nicht um die schöne neue Schule, von der ich uns allen wünsche, dass sie lange Zeit schön erhalten bleibt und nicht mutwillig beschmiert oder gar zerstört wird.

Mehrere Schuljahrgänge in einem Raum zu unterrichten, ist kein neues Konzept. Das hatte es früher in verschiedenen Dörfern schon gegeben. Dies geschah jedoch aus einer Notlage heraus, denn Schulbusse und eigene Autos oder andere Fortbewegungsmittel hatte es damals nicht wie heute gegeben.

Ich freue mich, wenn Ihr Sohn ebenso wie mein Enkel nach dem 1. Schuljahr ein gutes Zeugnis bekommen hat und gut lesen kann. So wie mir bekannt ist, handelte es sich um eine reine 1. Klasse in der sie wirklich viel gelernt haben.

Es ist richtig, dass die Vorschüler mit der 1. Klasse in der neuen Schule zusammengelegt werden sollten. Das war mir auch bekannt. Den Vorteil für die Vorschüler erkenne ich auch, ob er den Erstklässlern einen Gewinn bringt, ist abzuwarten.

Wollen Sie das Defizit später erst schriftlich haben?

Der Vergleich zwischen Ihrem Sohn und Ihrer Nichte aus Schleswig-Holstein hinkt doch, weil die Klasse Ihres Sohnes doch gerade erst aufgeteilt und nun in einem Klassenraum zu den 12 Schülern 6 Erstklässler und 6 Vorschüler hinzugekommen sind.

Was stört Sie daran, unsere Zweitklässler von dem guten Lehrerpotential unterrichten zu lassen, damit sie in ihrer jungen guten Aufnahmephase recht viel lernen, als dass sie von den "Kleinen" abgelenkt werden und sich dann vielleicht sogar lernunwilliger nach unten orientieren. Sind Sie nicht auch meiner Meinung, dass in einer gut funktionierenden Klasse des gleichen Jahrgangs das gedeihliche Miteinander funktioniert.

Finden Sie es richtig, dass eine sehr große Zahl arbeitsloser junger Menschen wegen schulischer oder qualifizierter Schwächen nicht vermittelbar ist?

Sie schreiben "Kinder in Bergedorf haben andere Wege zu meistern"

In meinen Leserbrief war zu lesen, dass die integrierte Schule im "Dorf der Zukunft" Boberger Dorfanger für viele Eltern der Grund gewesen ist, dort ein Haus zu kaufen.

Ich wünsche uns allen, dass unsere unterschiedlicher Auffassung keinen Streit auslöst, denn ich bin für ein friedliches Miteinander und möchte für unsere Kinder nur das Beste.


Mit freundlichem Gruß Herbert Jerrentrup sen.

Das 2. Schuljahr war ein verlorenes Jahr

(Jahrgang übergreifend)

Nun ist die 3. Klasse und mit den 4.Klässlern in einem Raum

Immer wieder wurde unser Enkel von seiner Mutter nach den Hausaufgaben befragt und auf genaue Schreibweise hingewiesen.

In der Schule ist viel zu viel vom Lehrer nicht gefordert worden, und so gab es fast tägliche Streitgespräche.

Wem sollte er glauben, dem Lehrer oder den Eltern???

Es wurden Zeugnisse für die 4.Klässler erstellt, und die 3.Klässler bekamen auch schon ein Zeugnis. Von der 3. Lehrerin wurde das Versäumte aus dem Vorjahr im Zeugnis bemängelt.

Wem hat nun die von mir bemängelte alte/neue Lehrmethode genützt???

Es ging leider so weiter!!!

 

Das 4. Schuljahr

mit dem Ergebnis der Jahrgang übergreifende Lehrmethode

 

Im vierten Schuljahr haben die Viertklässler nun ihre 4. Lehrkraft. Eine recht junge und lehrbereite Lehrerin.

Sie hatte die Schwächen ihrer Schüler und Schülerinnen sofort erkannt und bemüht sich, schnell noch das Versäumte aufzuholen.

Ein Beispiel ist das kleine 1 x 1.

Die Mehrzahl der Kinder, wenn nicht gar alle, hatten ganz große Schwierigkeiten damit. Sie bekamen täglich als Hausaufgabe das kleine 1 x 1 auf, um es auswendig zu lernen.

Bei dem Engagement dieser Lehrerin wünsche ich ihr und vor allen Dingen den Kindern, dass es doch noch klappt.

Über die Schreibschrift, Rechtschreibung und Lustlosigkeit mag ich gar nicht erst berichten. Die bedauernswerte Lehrerin. Wie lange hält sie das durch, denn zwei Jahre sind leider wirklich vertan.

Ich bin ein Opa mit erschlaffender Haut, aber die Sorgenfalten diesbezüglich schneiden ganz tief.

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