Hier greife ich mal in alte und neue Zeitungsabschnitte hinein...

Vielleicht schreibt mir mal jemand etwas dazu...

 

Leider fehlt in diesem Bericht aus der Bergedorfer Zeitung, vom 24. Juli 2008, der Hinweis auf die beiden Goldmedaillen, die Helmut Torka 1938 bei der letzten WM vor dem Krieg und bei der ersten WM 1952, als Deutschland wieder an den Feldhandball-Weltmeisterschaften teilnehmen durfte, errungen hatte. Helmut war 1952 schon 41 Jahre. Wenn ich im Internet nichts Auswertbares gefunden habe, dann habe ich vielleicht die falschen Seiten anggeklickt. Es kann aber auch daran liegen, daß es keine Computer- oder Internet-Spezialisten der Senioren gab, weil es damals noch gar keine Computer, wie sie heute selbstverständlich sind, gegeben hatte.

Vielleicht war aber auch das Unvermögen des Deutschen Handballbundes die Ursache der fehlenden Informationen, denn Helmut Torka ist viele Jahre, zum Abschluss seiner Tägikeit bei der Hamburger Polizei und danach, Nationaltrainer der Damen im Deutschen Handballbund gewesen.

In seiner Wohnung hatte Helmut Torka meiner Frau und mir auch über seine gelebte deutsche Feld-Handball-Geschichte berichtet. Er zeigte uns unter anderem seine bereits erwähnten beiden Goldmedaillen, die wir auch in die Hand nehmen durften.

Herbert Jerrentrup sen.

 

LESER SCHREIBEN FÜR LESER

Tangermünder Freundschaften hören auch bei Demenz nicht auf

...Die Sonne schien, und ich kam mit einer sehr ansehnlichen Dame in der Hünerdorfer Str. ins Gespräch. Wir gingen nebeneinander her, erreichten den Elbpark, saßen wenig später bei Kaffee und Kuchen und ließen unsere Blicke erzählend über die Elbe schweifen.
...Nach gut einer halben Stunde hörte ich plötzlich: „Das verstehe ich nicht, wir kennen uns gar nicht, und ich habe ihnen mein ganzes Leben anvertraut.“
. Ich konnte sie beruhigen, und wir begegneten uns hin und wieder unverhofft in Tangermünde. Bei meiner Buchspendeaktion benötigte ich Hilfe. Die besagte Dame war plötzlich da und beaufsichtigte die Kasse. Der Umgang mit Geld war ihr vertraut, und in verschiedenen Gesprächen vertrauten wir uns noch viel mehr an.

...Irgendwann wurde mir auf mein Klingeln nicht mehr geöffnet. In Tangermünde sind wir uns auch leider nicht mehr begegnet.
...Jemand erzählte mir, daß es die Gesundheit gar nicht mehr gut mit ihr meinen würde. Sie liegt jetzt im Seniorenheim in der Heerener Straße.
...„Dann werde ich sie besuchen“, und wenig später war ich im Schwesternzimmer. „Ich weiß nicht, ob sie, Herr Jerrentrup, noch erkannt werden, aber kommen sie gerne mit.

...Ich hatte Mühe bei dem Vergleich zwischen der ansehnlichen Dame von damals und der momentanen Situation. Dann setzte ich mich ans Bett und plauderte einfach, wie damals, drauflos. Immer wieder öffnete sie ihre Augen und sah in

meine Richtung. Sie versuchte mir etwas zu sagen, aber ich konnte nichts mehr verstehen. Alles was ich gesagt hatte, schien sie jedoch zu verstehen, aber ihre Augen schlossen sich immer wieder.
...Ich erzählte einfach weiter, wiederholte mich und legte meine Hand auf ihre sehr warme Hand. „Deine Hand ist aber schön warm“, entfuhr es mir. Sie sah mich wieder groß an und ihr Daumen drückte meine Hand etwas fester.

...Sekunden der Freude durchrieselten mich. Ich hatte das Empfinden, daß ihre Demenz für diese kurze Weile gewichen war. ...Bei der Verabschiedung folgte mir ihr klarer Blick, bis an die Tür, ähnlich wie damals. Diesmal brauchten wir keine Worte, denn unsere Blicke verstanden sich auch ohne.

Herbert Jerrentrup sen., Hamburg

 

 

Sept. 2005 Volksstimme Tangermünde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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